Hier sind einige Bilder von meinen Alltagsgegenständen die nach entweder selber hergestellt, oder habe herstellen lassen. Alle nach Funden/Abbildungen von Originalen aus dem 13. Jahrhundert.

Karolingische Tulpenstiefel

Üblicherweise mache ich Hoch/Spätmittelalterliche Schuhe. Doch ab und zu mal verirrt sich auch eine etwas andere Anfrage zu mir. Und wenn diese Interessant ist mache ich das auch gerne. So auch in diesem Fall. Gewünscht waren Karolingische Tulpenstiefel wie man sie im Stuttgarter Psalter, auch Cod.bibl.fol.23 datiert auf ca. 620-630, findet.

Abbildung von Tulpenstiefel aus dem Stuttgarter Psalter (ca. 620-630)

Die Bezeichnung kommt durch die Markante Form des Schaftrandes. Leider gibt es keine Funde karolingischer Stiefel dieser Form, daher ist man rein auf die Abbildungen im Stuttgarter Psalter beschränkt. Doch diese zeigen immer ein ungefähr gleiches Bild:

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Lange lange habe ich nichts neues geschrieben. Aber immerhin war ich Produktiv was die Herstellung von Schuhen anging. Einige Exemplare haben die letzten Monate meine Werkstatt verlassen und diese möchte einmal kurz hier vorstellen.

Knöchelhohe Schuhe aus Rindsleder

Hier ein paar etwa knöchelhohen Schuhen mit Schnürrverschluss. Einer der am häufigsten gefunden Exemplare für das 13. Jhd., der auch noch weit davor und danach getragen wurde 1. Bei den hohen Varianten reicht der Schaft etwa bis zur Mitte der Wade und wird mittels eines einzelnen, zwei oder mehr umlaufenden Schnürriemen verschlossen. Die Schnürriemen werden durch paarweise angeordnete vertikale Schlitze im Schaft gezogen und an der Seite verknotet. Die Schlitze sind in Reihen an der linken und rechten Seite und gelegentlich vorne über dem Schienbein angeordnet. Dieses Paar ist aus vegetabil gegerbten Rindsleder.

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Nähte bei wendegenähten Schuhen

Bei der Herstellung eines wendegenähten Schuhs kommen verschiedene Nähte zum Einsatz. Diese lassen sich anhand der Fadenabdrücke im Leder und der Art wie die Löcher verformt sind voneinander unterscheiden.

Die bekannteste Notation der verschiedenen Nahtvarianten wurde von Olaf Goubitz erstellt (Goubitz) und wird in den meisten moderneren Fundberichten auch so verwendet. Goubitz unterscheidet 11 verschiedene Typen von Nähten am Oberleder. Die für das 13te Jahrhundert Relevanten habe ich hier zusammengefasst.

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Da nicht überall befestigte Gebäude zum Übernachten vorhanden sind und ich auch nicht immer “Gastschläfer” sein möchte war es an der Zeit für ein eigenes Zelt. Am Anfang steht die Frage: Welche Art von Zelt soll es sein?

Da ich das Zelt meistens dann brauche wenn ich alleine Unterwegs bin muss es also einfach zu stellen sein. Am besten gefielen mir dafür einfache Kegelzelte. Doch wie sollte es genau aussehen?

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