Da nicht überall befestigte Gebäude zum Übernachten vorhanden sind und ich auch nicht immer “Gastschläfer” sein möchte war es an der Zeit für ein eigenes Zelt. Am Anfang steht die Frage: Welche Art von Zelt soll es sein?

Da ich das Zelt meistens dann brauche wenn ich alleine Unterwegs bin muss es also einfach zu stellen sein. Am besten gefielen mir dafür einfache Kegelzelte. Doch wie sollte es genau aussehen?

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Heute wird bei Handgenähten Schuhen gerne sogenannter “Pechdraht” verwendet. Doch was hat man im 13.ten Jahrhundert für die Nähte an wendegenähten Schuhen benutzt?

Fadenreste oder ganze Fäden finden sich leider nur sehr selten im Fundgut. Doch diese geringe Anzahl an Funden liefert uns gleich den ersten Hinweis: Es müssen Materialien verwendet worden sein, die sich unter anderen Bedingungen als Leder im Boden erhalten. Dinge wie Sehnen oder Därme fallen also von vornherein, aufgrund ihrer sehr ähnlichen Erhaltungsbedingungen, raus.

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Kinderschuhe für das 13.te Jahrhundert

Auch bei uns will der Nachwuchs so langsam mitmachen, und daher stehen für die Bekleidung auch passende Schuhe an. Außerdem interessierte mich die Frage wie lange die Herstellung von solchen Kinderschuhen, im Vergleich zu Erwachsenenschuhen, dauert.

Geplannt war ein einfaches Modell Typ “Lübeck” (Volken, Marquita 2014, S. 507), dass sich in dieser Art von der mitte des 12. Jahrhundert bis ins 15. Jhd. hinein findet. Dabei handelt es sich um einen einfachen Über-Knöchelhohen Schuh mit einfacher umlaufenden Schnürrverschluss. Man findet diesen Typ überall in Mitteleuropa, bspw. in Schleswig (Schnack 1992), Lübeck, Konstanz (Schnack 1994), Svendborg (Groenman 1988) oder Dordrecht (Goubitz und van Driel-Murray und Groenman-van Waateringe).

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Ich werde immer wieder gefragt: Was hat ein paar Schuhe damals gekostet und wie teuer war das für die normale Bevölkerung? Eine sehr gute Frage die sich leider nicht so einfach beantworten lässt. Ich werde einmal versuchen einen groben Überblick darüber zu geben.

Pfennig, Heller und Schilling

Bevor man sich mit den Preisen für Schuhe und Waren im allgemeinen befasst, muss man die damals verwendete Währungen und Umrechnungsfaktoren kennen. Ein ausführlicher Artikel zu den Währungen und Münzarten im 13. Jahrhundert wird später folgen, hier also nur ein grober Abriss.

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Auf den Bachrittertagen 2016 wurde ich von Gerald von Ameningen von Den Ameningern und Historia Sanegauns auf den 5.ten Mittelaltertag nach Sargans (CH) eingeladen.

Mit Freude habe ich diese Einladung angenommen und mich letzten Freitag mit Familie sowie Sack und Pack auf den Weg ins schöne Sarganser Land gemacht. Damit ich nicht ganz so viel Gepäck mitnehmen musste habe ich einen der wenigen Überdachten Plätze bekommen (die Logistik dankt dafür!).

Samstag früh habe ich dann meinen Platz bezogen und mir auch etwas Arbeit mitgenommen.

Eine kleine Auswahl von Schuhen, Leisten und verschiedenen Ledersorten

Für meinen Sohn steht die erste Gewandung an, und da gehört natürlich ein ordentliches paar Schuhe dazu. Also auf ans Werk.

Keine Müdigkeit vortäuschen und auf an die Arbeit. Zunächst steht der Zuschnitt des Oberleders für die neuen Schuhe an.

So habe ich nebenbei gearbeitet und versucht alle Fragen möglichst zufriedenstellend und Detailgetreu zu beantworten. Hoffentlich ist mir das gelungen. Zumindest wurde ich nicht in den Brunnen getunkt…wobei…ab und zu Abkühlung…aber klagen auf hohem Niveau!

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